Was ist Sales Funnel: Warum er Ihren B2B-Vertrieb stärkt
- Martin Mayrl
- vor 2 Tagen
- 11 Min. Lesezeit

Mit jedem neuen Interessenten beginnt für Vertriebsleiter ein komplexer Entscheidungsprozess, der selten geradlinig verläuft. Gerade im B2B-Vertrieb zeigt sich, dass der klassische Sales Funnel mehr ist als ein einfaches Akquise-Modell. Wer die einzelnen Phasen klar versteht, erkennt dort gezielt, wo Kunden abspringen und wie systematische Ansprache und kundenzentrierte Vermarktungsmodelle zu messbar besseren Abschlussquoten führen. Dieser Artikel hilft, die wichtigsten Funnel-Irrtümer zu erkennen und clever zu vermeiden.
Wichtige Erkenntnisse
Punkt | Details |
Sales Funnel ist dynamisch | Der Sales Funnel muss kontinuierlich angepasst werden, um den sich ändernden Kundenbedürfnissen und Marktbedingungen Rechnung zu tragen. |
B2B ist nicht linear | Im B2B-Vertrieb durchlaufen Interessenten nicht immer die Phasen des Funnels in der gleichen Reihenfolge, besonders wenn mehrere Entscheider involviert sind. |
Kundenbindung ist entscheidend | Der Sales Funnel endet nicht mit dem Kauf; Unternehmen sollten auch auf Neubewertung und Wiederkauf fokussieren, um langfristige Beziehungen aufzubauen. |
Automatisierung steigert Effizienz | Durch Automatisierung von Prozessen und datengetriebenen Entscheidungen können Vertriebsleiter ihre Funnel-Performance erheblich verbessern und den Vertrieb skalierbarer machen. |
Sales Funnel im B2B: Definition und Missverständnisse
Der Sales Funnel ist kein neues Konzept. Schon seit dem frühen 20. Jahrhundert nutzen Unternehmen dieses Modell, um den Weg ihrer Kunden vom ersten Kontakt bis zum Kaufabschluss zu verstehen. Im B2B-Vertrieb hat sich der Funnel zu einem unverzichtbaren Werkzeug entwickelt, das zeigt, wie potenzielle Kunden systematisch durch verschiedene Entscheidungsphasen fließen.
Am einfachsten lässt sich der Sales Funnel so erklären: Er ist ein kundenzentriertes Vermarktungsmodell, das den gesamten Kaufentscheidungsprozess theoretisch abbildet. Stellen Sie sich einen echten Trichter vor. Oben fließen viele Interessenten hinein, unten kommen deutlich weniger, aber qualitativ hochwertigere Kunden heraus. Der Funnel zeigt genau diesen Übergang und hilft Ihnen, zu verstehen, wo Interessenten abspringen und wo Sie ansetzen können.
Die klassischen Phasen eines Sales Funnels sind Awareness (Bewusstsein), Interest (Interesse), Desire (Wunsch) und Action (Handlung). Ein Interessent muss Ihr Unternehmen erst kennen, dann Interesse zeigen, einen echten Kaufwunsch entwickeln und schließlich kaufen. Das klingt logisch. Aber hier beginnen die Missverständnisse.
Die größten Irrtümer im B2B
Viele Vertriebsleiter behandeln den Sales Funnel wie ein starres, unveränderliches Modell. Sie gehen davon aus, dass alle Kunden exakt die gleichen Phasen in der gleichen Reihenfolge durchlaufen. Das ist nicht der Fall. Im B2B-Vertrieb funktioniert es ganz anders, besonders wenn mehrere Entscheider beteiligt sind. Ein Einkäufer folgt anderen Kriterien als der Geschäftsführer.
Ein zweiter verbreiteter Irrtum: Der Sales Funnel wird häufig als reines Akquisitionsinstrument verstanden. Tatsächlich dient er auch der Conversion Optimierung und zur Kundenbindung. Der Funnel endet nicht mit dem Kauf. Es geht darum, wie Sie Ihre Kunden halten, zurückgewinnen und zu Wiederverkäufern machen.
Ein dritter Fehler liegt darin, den Funnel zu statisch zu sehen. Märkte ändern sich. Kundenbedürfnisse entwickeln sich weiter. Ein Sales Funnel ist kein Monument, das Sie einmal aufbauen und dann ignorieren. Er muss kontinuierlich angepasst und verbessert werden, um mit der Realität Ihres Vertriebs Schritt zu halten.

Die gute Nachricht: Wenn Sie diese Unterschiede verstehen, können Sie den Funnel als strategisches Werkzeug nutzen, um Ihren B2B Vertriebsprozess gezielt zu strukturieren und Ihre Abschlussquoten nachweislich zu verbessern.
Pro-Tipp: Überprüfen Sie regelmäßig, ob Ihre Kunden wirklich alle Phasen durchlaufen oder ob es Abkürzungen gibt. Besonders im B2B gibt es oft mehrgleisige Wege zum Abschluss, die Sie nutzen können.
Die Phasen des Sales Funnel im B2B-Prozess
Der Sales Funnel ist nicht einfach ein linearer Weg vom ersten Kontakt zum Kaufabschluss. Im B2B-Vertrieb gibt es mehrere klar definierte Phasen, die Sie verstehen müssen, um Ihre Kunden gezielt an der richtigen Stelle anzusprechen. Jede Phase hat andere Anforderungen und benötigt unterschiedliche Maßnahmen.

Die sieben Phasen im Überblick
Das Bewusstsein (Awareness) ist der Anfang. Hier erfährt Ihr Interessent überhaupt erst von Ihrem Unternehmen oder von einem Problem, das er hat. Das kann durch Artikel, LinkedIn-Beiträge oder direkte Ansprache geschehen. Viele Leads entstehen hier, aber nicht alle sind qualifiziert.
In der Interesse (Interest)-Phase geht der potenzielle Kunde einen Schritt weiter. Er interessiert sich aktiv für Ihre Lösung und möchte mehr erfahren. Das ist der Moment, um echten Mehrwert zu zeigen und Vertrauen aufzubauen.
Die Bewertung (Evaluation)-Phase ist für B2B entscheidend. Hier vergleicht der Interessent verschiedene Optionen, spricht möglicherweise mit Kollegen und stellt konkrete Fragen. Ihre Aufgabe ist es, zum Favoriten zu werden durch fundierte Informationen und transparente Kommunikation.
Die Entscheidung und darüber hinaus
Bei der Entscheidung (Decision) geht es um die konkrete Kaufentscheidung. Im B2B sind hier oft mehrere Entscheider beteiligt. Deshalb ist es wichtig, dass Sie nicht nur mit dem Kontakt sprechen, sondern alle relevanten Stakeholder ins Boot holen.
Der Kauf (Purchase) ist der Abschluss, aber nicht das Ende. Im B2B ist das erst der Beginn einer hoffentlich langen Beziehung. Hier müssen Verträge klappen, Implementierung funktionieren und der Kunde muss das bekommen, was er erwartet.
Viele Unternehmen vergessen die letzten zwei Phasen: Neubewertung (Reevaluation) und Wiederkauf (Repurchase). Nach dem ersten Kauf wertet der Kunde seine Entscheidung neu. War es die richtige Wahl? Bekommt er den versprochenen Wert? Wenn Sie hier punkten, wird der Kunde Sie erneut kontaktieren. Das ist günstiger als neue Leads zu akquirieren und stärkt Ihre Geschäftsbeziehung nachhaltig. Gleichzeitig können Sie ein systematisches Sales Workflow System aufbauen, das jeden Schritt dieser Phasen optimiert.
Pro-Tipp: Identifizieren Sie in jeder Phase, an welcher Stelle Ihre Interessenten abspringen. Das sind Ihre Optimierungshebel, um Ihre Conversion Rate messbar zu verbessern.
Im Folgenden sehen Sie eine Übersicht der sieben Phasen des B2B-Sales-Funnels und deren typischen Herausforderungen:
Funnel-Phase | Hauptziel | Typische Herausforderung | Maßnahme zur Optimierung |
Bewusstsein | Aufmerksamkeit schaffen | Relevanz für Zielgruppe | Zielgerichtetes Content-Marketing |
Interesse | Erste Interaktion | Vertrauen aufbauen | Personalisierte Ansprache |
Bewertung | Vergleich von Lösungen | Informationsbedarf decken | Detaillierte Produktinfos |
Entscheidung | Kaufentscheidung | Mehrere Entscheider involviert | Argumentation für alle Stakeholder |
Kauf | Vertrag abschließen | Komplexe Implementierung | Unterstützende Onboarding-Prozesse |
Neubewertung | Nutzungserfahrung prüfen | Erwartungshaltung erfüllen | Proaktives Kundenfeedback |
Wiederkauf | Kundenbindung stärken | Konkurrenzangebote | Exklusive Loyalitätsprogramme |
Wichtige Funnel-Typen und digitale Variationen
Nicht jeder Sales Funnel funktioniert gleich. Je nachdem, welche Ziele Sie verfolgen und welche Kanäle Sie nutzen, gibt es unterschiedliche Funnel-Typen, die Sie einsetzen können. Im B2B-Vertrieb müssen Sie wissen, welcher Typ zu Ihrer Situation passt.
Der klassische Verkaufsfunnel versus digitale Ansätze
Der traditionelle Verkaufsfunnel ist das klassische Modell, das hauptsächlich auf persönliche Gespräche und direkte Kontakte setzt. Ein Verkäufer spricht einen Interessenten an, qualifiziert ihn und arbeitet auf den Abschluss hin. Dieser Ansatz funktioniert immer noch hervorragend im B2B, besonders bei hochpreisigen Lösungen.
Digitale Funnels funktionieren anders. Sie nutzen Online-Kanäle wie SEO, soziale Medien und E-Mail-Marketing, um Interessenten automatisiert durch den Prozess zu führen. Hier geschieht vieles ohne direkten Kontakt, aber mit präzisem Tracking und Datenanalyse. Die digitale Welt erlaubt es Ihnen, zu sehen, genau wo Ihre Interessenten abspringen und was sie tun.
Spezialisierte digitale Funnel-Typen
Der Conversion Funnel konzentriert sich darauf, Besucher in zahlende Kunden umzuwandeln. Hier geht es um Landingpages, Call-to-Action-Buttons und optimierte Formulare. Jeder Schritt ist darauf ausgerichtet, die Konversionsrate zu erhöhen.
Der Retargeting-Funnel ist perfekt für B2B-Unternehmen. Er zielt auf Interessenten ab, die Ihre Website bereits besucht haben, sich aber noch nicht angemeldet oder gekauft haben. Mit gezielten Anzeigen bringen Sie sie zurück und führen sie weiter durch den Funnel.
Der Loyalty Funnel oder Kundenbindungs-Funnel konzentriert sich auf bestehende Kunden. Ziel ist Wiederverkauf, Empfehlungen und langfristige Beziehungen. Das ist oft günstiger als ständig neue Leads zu akquirieren.
Automatisierung und Personalisierung als Erfolgsfaktor
Was digitale Funnels wirklich mächtig macht, ist die Automatisierung. E-Mail-Sequenzen, automatisierte Follow-Ups und Lead-Scoring helfen Ihnen, den Überblick zu behalten und niemanden zu vergessen. Gleichzeitig ermöglicht Personalisierung, dass sich jeder Interessent wertgeschätzt fühlt. Ein gut strukturiertes System passt seine Kommunikation an den jeweiligen Interessenten an und spricht ihn mit den richtigen Botschaften zur richtigen Zeit an. Wenn Sie im Digitalzeitalter vertreiben, ist eine kombinierte Strategie aus klassischem Verkauf und digitalen Funnels oft die erfolgreichste Lösung.
Pro-Tipp: Testen Sie, welcher Funnel-Typ für Ihre spezifische Zielgruppe am besten funktioniert. Ein Retargeting-Funnel könnte für B2B-Entscheider auf LinkedIn deutlich effektiver sein als standardisierte E-Mail-Kampagnen.
Automatisierung, Systeme und Datenanalyse im Vertrieb
Ein Sales Funnel bringt nur dann echte Ergebnisse, wenn Sie ihn aktiv steuern und optimieren. Das geschieht nicht durch Bauchgefühl, sondern durch Automatisierung, richtige Systeme und intelligente Datenanalyse. Ohne diese drei Komponenten sammeln Sie zwar Daten, aber gewinnen keine Erkenntnisse.
Warum Automatisierung unverzichtbar ist
Stellen Sie sich vor, Sie müssen nach jedem Website-Besuch manuell eine E-Mail schreiben. Unmöglich. Automatisierung spart Ihnen täglich Stunden und macht gleichzeitig Ihren Vertrieb skalierbarer. Automatisierte Follow-Ups, Lead-Scoring und Benachrichtigungen stellen sicher, dass kein Interessent vergessen wird. Gleichzeitig können Ihre Vertriebler sich auf das konzentrieren, was sie gut können: echte Beziehungen aufbauen.
Systeme als Rückgrat des Funnel
CRM-Systeme sind das Herzstück moderner B2B-Vertriebsprozesse. Sie verwalten nicht nur Kontaktdaten, sondern zeigen Ihnen den kompletten Status jedes Interessenten im Funnel. Wer hat eine E-Mail geöffnet? Wer hat sich ein Webinar angesehen? Ein gutes System beantwortet diese Fragen automatisch. Wenn Sie bereits ein System nutzen, ist der nächste Schritt die Integration mit Ihren anderen Tools. Eine Vertriebssoftware im Vergleich zeigt Ihnen, welche Lösung zu Ihrem Budget und Ihren Anforderungen passt.
Datenanalyse und Funnel-Optimierung
Daten ohne Analyse sind wertlos. Funnel-Analyse ist ein datengetriebener Ansatz, um zu sehen, wo Ihre Interessenten den Funnel verlassen. Vielleicht haben Sie viele Besucher auf der Website, aber kaum Anmeldungen. Das ist Ihr Optimierungspunkt. Mit modernen Analysetools erkennen Sie diese Abbruchpunkte sofort.
Die Kraft liegt in den Kennzahlen. Conversion Rate, durchschnittliche Deal-Größe, Vertriebszyklus-Länge, Cost per Lead. Diese Zahlen zeigen Ihnen genau, wo es funktioniert und wo nicht. Mit diesen Erkenntnissen können Sie gezielt handeln statt zu raten.
Von der Theorie zur Praxis
Die Kombination aus Automatisierung, Systemen und Analyse ermöglicht es Ihnen, Ihren Funnel kontinuierlich zu verbessern. Sie sehen nicht nur, was passiert, sondern verstehen auch, warum es passiert. Mit dieser Klarheit können Sie sieben effektive Optimierungsschritte systematisch umsetzen und Ihre Ergebnisse messbar steigern.
Pro-Tipp: Starten Sie nicht mit der perfekten Lösung. Wählen Sie ein System, das Sie jetzt brauchen, und bauen Sie es schrittweise aus. Oft ist ein einfaches, gut genutztes CRM besser als eine komplexe Lösung, die niemand richtig bedient.
Fehler, Risiken und Optimierungspotenzial im Sales Funnel
Jeder Vertriebsleiter macht Fehler bei der Funnel Nutzung. Das ist normal. Das Problem ist nur, wenn Sie diese Fehler nicht erkennen und korrigieren. Die gute Nachricht: Mit dem richtigen Bewusstsein lassen sich die meisten Probleme vermeiden oder beheben.
Die häufigsten Fehler
Fehler Nummer eins ist unklare Segmentierung. Sie werfen alle Interessenten in einen Funnel, obwohl sie völlig unterschiedliche Bedürfnisse haben. Ein großes Unternehmen braucht andere Ansprache als ein kleines. Eine Person in der IT-Abteilung denkt anders als der Geschäftsführer. Wenn Sie nicht segmentieren, verlieren Sie potenzielle Abschlüsse.
Fehler Nummer zwei ist unzureichende Leadqualifizierung. Nicht jeder Interessent ist ein echter Lead. Manche haben kein Budget, andere sind nicht der richtige Ansprechpartner, wieder andere sind nur neugierig. Wenn Sie mit jedem sprechenwollenden das gleiche tun, verschwenden Sie Ihre Zeit.
Fehler Nummer drei ist, Kundenbedürfnisse zu ignorieren. Sie haben einen perfekten Funnel aufgebaut, aber niemand fragt nach, was der Kunde wirklich braucht. Das führt zu Ablehnung, auch wenn Ihre Lösung eigentlich passt.
Die Risiken, die Sie kennen sollten
Engpässe sind eine große Gefahr. Eine einzelne Phase funktioniert schlecht und bremst den gesamten Prozess. Vielleicht sind die Leads am Anfang ausgezeichnet, aber in der Evaluation Phase passiert nichts mehr. Das kann an schlechter Kommunikation liegen oder daran, dass Ihre Demo nicht überzeugt.
Ein zweites Risiko ist mangelnde Kundenpflege. Nach dem Kauf vergessen Sie den Kunden. Das ist fatal, denn diese Person hätte mit weniger Aufwand ein zweiter Kunde werden können. Der Aufbau neuer Leads kostet fünfmal mehr als die Betreuung bestehender Kunden.
Auch ein starrer Funnel ist ein Risiko. Im B2B folgen Käufer nicht immer einem linearen Weg. Manchmal springen sie zwischen Phasen hin und her. Sie sprechen mit mehreren Abteilungen gleichzeitig. Ein flexibles Modell, das diese Realität abbildet, funktioniert besser.
Konkrete Optimierungspotenziale
Verbesserte Inhalte in der Awareness Phase bringen mehr qualifizierte Interessenten. Nicht mehr Besucher, sondern bessere Besucher. Automatisierte Follow ups in der Decision Phase reduzieren Ihre manuelle Arbeit und halten Interessenten aktiv.
Datengetriebene Anpassungen sind der Schlüssel. Schauen Sie sich an, wo die Abbrecherquote am höchsten ist und setzen Sie dort an. Mit praktischen Optimierungstipps für Vertriebsprozesse können Sie systematisch vorgehen statt zu raten. Das führt zu messbaren Verbesserungen Ihrer Conversion Raten.
Pro-Tipp: Laden Sie sich die Abbruchzahlen jeder Phase herunter. Wenn in Phase X 50 Prozent abbrechen und in Phase Y nur 10 Prozent, wissen Sie, wo Sie ansetzen müssen. Das ist echte Prioritätensetzung.
Sales Funnel versus Alternativen: Pipeline und Flywheel
Der Sales Funnel ist nicht die einzige Methode, um Ihren Vertrieb zu steuern. Es gibt Alternativen, die in bestimmten Situationen besser funktionieren. Verstehen Sie die Unterschiede, und Sie können die richtige Methode für Ihr Unternehmen wählen.
Der Unterschied zwischen Funnel und Pipeline
Der Sales Funnel beschreibt einen theoretischen Prozess. Er zeigt, wie viele potenzielle Kunden am Anfang sind und wie diese Zahl mit jeder Phase sinkt. Es ist ein kundenzentriertes Modell, das den Weg vom ersten Bewusstsein bis zum Kauf abbildet.
Die Vertriebspipeline ist konkreter. Sie ist eine Sammlung einzelner Verkaufsprojekte mit konkretem Wert, Wahrscheinlichkeit und Zeitrahmen. Ein Deal hat 50 Prozent Abschlusswahrscheinlichkeit und sollte bis Ende März geschlossen werden. Während der Funnel eher strategisch ist, ist die Pipeline operativ.
In der Praxis nutzen viele B2B Unternehmen beide. Der Funnel zeigt, wie Ihr System funktioniert. Die Pipeline zeigt, welche Deals Sie morgen, nächste Woche oder nächsten Monat konkret abschließen werden.
Das Flywheel Modell
Das Flywheel ist ein völlig anderes Denkmodell. Statt linear von oben nach unten geht es hier im Kreis. Ein zufriedener Kunde wird zum Promoter. Dieser Promoter bringt neue Kunden. Diese neuen Kunden werden wieder zu Promotern. Das Rad dreht sich weiter und wird mit der Zeit immer schneller.
Das Flywheel fokussiert auf Kundenzufriedenheit und Kundenbindung. Es funktioniert besonders gut, wenn Ihre Kunden Sie weiterempfehlen oder regelmäßig nachkaufen. Aber Achtung: Das Flywheel braucht länger, um Dynamik aufzubauen. Am Anfang ist der Aufwand höher als beim klassischen Funnel.
Welches Modell passt zu Ihnen?
Der Sales Funnel ist ideal, wenn Sie schnell wachsen müssen und fokussiert auf Neukundengewinnung sind. Sie brauchen eine klare Struktur, um viele Interessenten systematisch zu qualifizieren.
Die Pipeline ist perfekt, wenn Sie mit längeren Verkaufszyklen arbeiten und mehrere Deals gleichzeitig bearbeiten. Sie brauchen Übersicht und Kontrolle über konkrete Projekte.
Das Flywheel funktioniert, wenn Sie bereits Kunden haben und deren Zufriedenheit maximieren möchten. Es ist langfristig günstiger als ständige Neuakquisition. Mit erfolgreichen Vertriebsstrategien können Sie alle drei Modelle kombinieren und das beste aus jeder Welt nutzen.
Diese Tabelle erläutert die wichtigsten Unterschiede zwischen Funnel, Pipeline und Flywheel im B2B-Vertrieb:
Modell | Fokusbereich | Vorteil im Einsatz | Langfristige Wirkung |
Sales Funnel | Neukundengewinnung | Strukturierte Qualifizierung | Steigerung der Abschlussquote |
Vertriebspipeline | Operative Deals | Übersicht laufender Projekte | Verbesserte Umsatzplanung |
Flywheel | Kundenbindung | Förderung von Empfehlungen | Kontinuierliches Wachstum durch Kunden |
Pro-Tipp: Starten Sie mit dem Funnel für neue Leads, nutzen Sie die Pipeline für aktive Deals und bauen Sie parallel ein Flywheel mit bestehenden Kunden auf. Diese Kombination ist in B2B oft am erfolgreichsten.
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Der Artikel erklärt eindrucksvoll die Bedeutung eines gut strukturierten Sales Funnels für Ihren B2B-Vertrieb und zeigt typische Herausforderungen wie unklare Segmentierung oder fehlende Automatisierung auf. Viele Unternehmen kämpfen damit, ihre Leads systematisch durch die verschiedenen Phasen zu begleiten und die Abschlussquoten zu erhöhen. Genau hier setzt Vesecon an: Mit über 30 Jahren Erfahrung unterstützen wir Unternehmen dabei, qualifizierte Leads effizient zu generieren und Vertriebsteams durch maßgeschneiderte Systeme wie den vesecon connector nachhaltig zu entlasten.
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Häufig gestellte Fragen
Was ist ein Sales Funnel im B2B?
Ein Sales Funnel im B2B ist ein kundenzentriertes Vermarktungsmodell, das den gesamten Einkaufsprozess von der ersten Kontaktaufnahme bis zum Kauf darstellt. Es hilft Unternehmen, die Phasen zu verstehen, die potenzielle Kunden durchlaufen, und somit den Verkaufsprozess zu optimieren.
Welche Phasen umfasst ein typischer Sales Funnel im B2B?
Ein typischer Sales Funnel im B2B besteht aus sieben Phasen: Bewusstsein, Interesse, Bewertung, Entscheidung, Kauf, Neubewertung und Wiederkauf. Jede Phase hat spezifische Herausforderungen und erfordert unterschiedliche Maßnahmen zur Optimierung.
Warum ist der Sales Funnel wichtig für den B2B-Vertrieb?
Der Sales Funnel ist wichtig, weil er Unternehmen hilft zu verstehen, wo Interessenten abspringen und wie sie den Verkaufsprozess verbessern können. Er dient nicht nur der Neukundengewinnung, sondern auch der Conversion-Optimierung und Kundenbindung.
Wie kann ich meinen Sales Funnel optimieren?
Zur Optimierung Ihres Sales Funnels sollten Sie regelmäßig die Abbruchraten in jeder Phase analysieren, unterschiedliche Inhalte für verschiedene Zielgruppen erstellen und sicherstellen, dass Sie alle relevanten Entscheider in den Kaufprozess einbeziehen. Automatisierte Follow-Ups und eine präzise Segmentierung der Leads sind ebenfalls hilfreich.
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